Basis

Gestaltungsmodule Fotografie





































Die Grundlagen fotografischer Gestaltung können auf wenige Module reduziert werden. Das ist manchmal effizient für die kreative Arbeit. 

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Beispiel Küche und Edelstahl: Location - Fotostudio | Fotografiert auf 4/5“ Planfilm 

Thema Küche und Edelstahl

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Ingenieurskunst - High Fidelity 

Lautsprecher und Elektronik

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Glossar: Lichttechnik in der Fotografie 

Dieses Glossar steht auch auf einer weiteren Seite, die ich mithilfe einer Software für Webentwicklung gestaltet habe. Die vorliegende Zusammenfassung beinhaltet einen Teil des gängigen Vokabulars der professionellen Fotografie. Die fachlichen Beschreibungen sind mit praktischen Erfahrungen ergänzt. Intuition, Inspiration und Kreativität sind dabei grundlegend bei der Realisierung. Im beruflichen Bereich gehört dazu natürlich noch ein bißchen mehr, wie etwa betriebswirtschaftliche Grundlagen, Akquisition, Verhandlungsgeschick, und ein klein wenig Investitionskapital. Der Beruf des Fotografen erfordert im Zuge der Digitalisierung, Automatisierung, Globalisierung, und der Bilderflut im Internet, aktuell erhöhte Flexibilität. Ausserdem werden gestalterische Aufgaben, bei Bedarf künftig von maschinellen Algorithmen übernommen. Zum Schluss noch ein kleiner Hinweis: Sollten Sie einmal versehentlich bei einer Filmproduktion landen, sagen Sie zum Kameramann niemals: "Ich möchte das Filmen erlernen." Das Wort "Filmen" sollten Sie vorzugsweise durch "Fotografieren" ersetzen. 

Objektiv für Mittelformatkameras

Das hier abgebildete Objektiv für Mittelformat 6x7cm ist ein Präzisionsinstrument, um Licht zu bündeln und zu projizieren. Es ist schon ca. 30 Jahre in Gebrauch. Die Fotoaufnahme wurde mit einer digitalen Kompaktkamera bei Tageslicht fotografiert. - Nun zum Glossar: 

ASA: 
Wert der Filmempfindlichkeit. Der mittlere Standardwert liegt bei 100 ASA. Dies entspricht dem deutschen Normwert von 21 DIN. Bei heutigen Digitalkameras erfolgt die Einstellung über die Kamera oder das Digitalback. Je höher die Empfindlichkeitseinstellung, desto höher das optische Rauschen ( Artefakte ). 

Beleuchtungsstärke: 
Das auf ein Objekt auftreffende Licht. Dies ist vor allem relevant bei der Lichtmessung. 

Belichtungsmesser: 
Nach Einstellung der Empfindlichkeit wird die erforderliche Belichtung über Objekt- oder Lichtmessung ermittelt. Bei der Objektmessung wird das vom Objekt reflektierte Licht, während bei der Lichtmessung das am Objekt auftreffende Licht gemessen. 

Blitzlicht: 
Blitzlicht hat den Vorteil einer konstanten Farbtemperatur, die derjenigen von mittlerem Tageslicht entspricht. Dies wäre eine Verteilungstemperatur von ca. 5600° Kelvin. Unterhalb dieses Wertes erscheint das Licht warmtoniger, darüber ergibt es einem Blaustich. 

Butterfly: 
Ein Butterfly ist ein Rahmen welcher mit Diffusionsfolie oder einem weissen und farbneutralen Stoff bespannt ist. Der Butterfly wird zwischen Lichtquelle und Fotomotiv platziert. Das Licht wird dadurch abgesoftet und erhält einen weicheren Charakter. In glänzenden Objekten erscheinen statt kleinen Reflexen eine jetzt größere Leuchtfläche wodurch die Materialcharakteristik unter Umständen angenehmer betont wird. 

CC-Filter: 
Color-Correction Filter zur Neutralisierung eines Farbstiches im Bild. Meist werden Blaustiche oder zu warmtoniges Licht ( orange ) mit der jeweiligen Komplementärfarbe gefiltert. 

Close-Up: 
Ein sehr kleiner Ausschnitt oder ein Detail eines Fotomotives. 

Cookies: 
Medien welche in den Strahlengang eines Scheinwerfers eingebracht werden, um ein Schattenmuster zu erzeugen. Dadurch wird die Lichtwirkung gegebenenfalls lebendiger und dynamischer. 

Dichte: 
Die Dichte beschreibt den Grad der Schwärzung eines Filmes oder im heutigen Sinne digitaler Bilddaten. Der Dichteumfang ist die Differenz von der hellsten bis zur dunkelsten Stelle. Die Steilheit der Dichtekurve drückt über den Gammawert das Kontrastverhalten aus ( von hart bis weich ). 

Diffusor: 
sh. Butterfly 

Dynamik: 
Dynamik ist ein umgangssprachlicher Begriff in der Fotografie, und ein gestalterisches Grundkriterium, um dem Foto mehr Ausdruck zu verleihen. Neben der Dynamik ist auch die Ästhetik ein wichtiger Punkt in der gesamten Bildkomposition. 

Einfallswinkel: 
Der Einfallswinkel des Lichtes am Objekt gibt entsprechende Plastizität, sowie eine Form des Standschattens. Auch der Schattenwurf von Objekten ist ein Gestaltungskriterium, da er gleichfalls für den Ausdruck bzw. die Ästhetik der Bildwirkung maßgebend ist. 

Farbtemperatur: 
Die Farbtemperatur des Lichtes reicht von langwellig bis hin zu kurzwellig und liegt im sichtbaren für die Fotografie relevanten Bereich zwischen 3200° K - ca. 5500° K. Die Farbtemperatur und der damit einhergehende Farbstich können gestalterisch genutzt oder neutral gefiltert werden. 

Flächenlicht: 
Ein Scheinwerfer mit einer größeren Leuchtfläche. Die entsprechende Schattenabriss wird als weich bezeichnet. Der Schattenabriss beschreibt die Qualität und den Grad des Überganges von der Licht- zur Schattenpartie. 

Flags: 
Pendant zu Cookie, jedoch von geometrisch-rechteckiger Grundform. Dient zum Abhalten von Licht, und zum Erzeugen zusätzlicher Schattenpartien. 

Fresnelspot: 
Der Fresnelspot ist ein Scheinwerfer mit einer Fresnellinse, welche Licht bündelt. Das Leuchtmittel im inneren der Lampe ist durch einen Schlitten fokussierbar. Dadurch ist der Leuchtwinkel des Lichtkegels veränderbar. Die Randzone des Lichtkegels variiert von hart bis weich auslaufend. 

Glanzlicht: 
Die Reflexion von Lichtquellen auf glänzenden oder semimatten Objekten. 

Graukarte: 
Mittlerer Tonwert zur Messung der Referenzbelichtung. Wird verwendet bei der Objektmessung. 

Hochlicht: 
Überbelichtete Stelle im Bild. Der Messwert liegt über dem Referenzmesswert. Wenn mehrere Stellen überbelichtet sind spricht man aufgrund der erhöhten Relevanz von High-Key. Weisse oder hellere Tonwerte sollten nicht überbelichtet werden, da sie ansonsten zu wenig Zeichnung aufweisen. 

Indirektes Licht: 
Lichtquelle, welche eine weisse Fläche anstrahlt, welche dann wiederum das Objekt beleuchtet. 

Kantenlicht: 
Licht welches als extremes Streiflicht eine Lichtkante am Objekt bildet. 

Kunstlicht: 
Blitzlicht, HMI oder Wolfram-Glühlicht. 

Lichtabfall: 
Die Beleuchtungsstärke nimmt mit zunehmender Entfernung ab. Dadurch entsteht ein Lichtabfall oder eine Lichtkurve. Je weiter das Licht vom Objekt entfernt ist, desto geringer ist der Lichtabfall und umgekehrt. Da die Sonne von der Erde sehr weit entfernt ist, lassen sich keine Lichtabfälle ermitteln. Scheinwerfer oder Studiolicht haben hingegen einen immer mehr oder weniger großen Lichtabfall. Die Steuerung dieser Lichtabfälle ist die Aufgabe des Fotografen. 

Lichtmessung: 
Messung des auf einem Objekt auftreffenden Lichtes durch einen Belichtungsmesser mit Kalotte. Am besten werden verschiedene Stellen im Motiv gemessen um die verschiedenen Lichtquellen und die jeweilige Beleuchtungsstärke in Einklang zu bringen. Man unterscheidet Referenz-, Hochlicht- und Schattenbereiche. 

Lichtriegel: 
Längliche Lichtquelle, welche durch eine gekrümmte Leuchtfläche radial in der Längsachse abstrahlt. Hiermit lassen sich Lichtkanten einspiegeln oder Hintergrundverläufe generieren. Bitte verwechseln Sie den Lichtriegel nicht mit einem Schokoladenriegel. 

Lichtstärke: 
Intensität einer Lichtquelle im Hinblick des Raumwinkels, einer Fokussierung bzw. Streuung. ( die Naturwissenschaftler mögen mir die einfache Erklärung verzeihen ). 

Lichtwert: 
Die Belichtung aus einer Kombination von Zeit und Blende die immer die gleiche Menge an Licht durchlassen. Lichtwert 0 entspricht Blende f/1 bei 1 Sekunde oder auch Blende f/1,4 bei 2 Sekunden. 

Low-Key: 
Eine Gesamtbelichtung welche unterhalb des korrekten Referenzmesswertes liegt. Das Bild hat durch die gewollte Unterbelichtung einen dunkleren Charakter. Dieser Effekt kann in der Fotografie gestalterisch genutzt werden. 

Mittelwert: 
Der mittlere Belichtungswert zwischen hellster und dunkelster Stelle im Fotomotiv. Dieser Mittelwert kann zur Ermittlung einer Referenzbelichtung verwendet werden und ist abhängig von einer Interpretation der Werte durch den Fotograf. 

Neutraldichtefilter: 
Neutraler Graufilter, der vor dem Objektiv angebracht wird. Dadurch kann bei gleicher Empfindlichkeitseinstellung eine größere Blende oder eine längere Belichtungszeit gewählt werden wie etwa zur Erzeugung von geringerer Schärfentiefe oder Bewegungunschärfen. 

Objektmessung: 
Die Messung des vom Motiv reflektierten Lichtes durch einen Spotbelichtungsmesser oder TTL (through the lens) über die Kamera. Man unterscheidet Integral-, Spot- oder Mehrfeldmessung. Um eine präzise Referenzmessung vorzunehmen, sollte im bildwichtigen Teil eine genormte Graukarte angemessen werden. Zudem können Tonwerte ausgemessen und analysiert werden. 

Opazität: 
Geringe oder keine Transparenz (Lichtdurchlässigkeit). 

Projektionsspot: 
Lichtquelle mit einer meist fokussierbaren Linse und dadurch stark begrenzten Lichtkegel mit harten Randkanten. Es sind auch Projektionen mit Hilfe von Masken möglich. 

Punktlicht: 
Scheinwerfer mit geringer Leuchtfläche. Dadurch entsteht ein eher harter Lichtcharakter. 

Quarter: 
Bei der Quarter-Konzeption dürfen die Lichtquellen, deren Lichtkegel sich überschneiden können einen 45°-Winkel nicht unterschreiten, da sie sich ansonsten in ihrer Kraft und Wirkungsweise egalisieren. Der Quarter wird vornehmlich in der Produktfotografie bei kubischen als auch zylindrischen Objekten eingesetzt. 

Reflektorleuchte: 
Meist sind es Standardblitzköpfe, die durch verschiedene Reflektoren wie etwa Weitwinkel-, Normal- oder Parabolreflektoren erweitert werden können. Auch ein Einsatz von Softboxen ist möglich. 

Remission: 
Synonym für Reflexion. 

Softbox: 
Ein Reflektoraufsatz, welcher mit weissem farbneutralen Diffusionsstoff bespannt ist ( sh. auch Flächenlicht ). 

Spotmessung: 
Belichtungsmessung mit einem sehr begrenzten meist kleinen Winkel. Dies erfolgt bei der partiellen und präzisen Messung des reflektierten Lichtes kleiner Objektdetails. 

Streiflicht: 
Das Licht wird mit einem meist flachen Lichteinfallswinkel so positioniert, dass Objektstrukturen stark betont werden. Die erhöht die Plastizität und schafft eine höhere Kontrastdynamik. 

Striplight: 
Längliche Flächenleute ähnlich dem Lichtriegel mit einem planen Diffusor meist aus weissem Plexiglas. 

Tageslicht: 
Sonnenlicht, bewölkter Hommel oder Zwischenstufen. 

Tonwert: 
Objekthelligkeiten von schwarz über grau bis weiß. 

Tor: 
Aufsatz für Scheinwerfer oder Fresnelspots welcher durch seitlich befindliche Klappen den Lichtkegel beeinflusst. 

Transmission: 
Lichtdurchlässigkeit - Antonym von Remission. 

Unterbelichtung: 
Geringere Belichtung als die Referenz. Schattenbereiche oder Low-Key. 

Verlauf: 
Ein Lichtverlauf produziert mehr oder weniger starke Helligkeitsabstufungen an Objekten oder Flächen. Dadurch entsteht ein höherer Gesamtkontrast. Der Verlauf ist ein gestalterisches Mittel bei der Komposition mit Licht. 

Waben: 
Waben werden mit einem sog. Wabenhalter an Normalreflektoren befestigt. um den Lichtkegel zu begrenzen. 

Xenonlicht: 
In Blitzröhren befindet sich Xenongas, welches über den Blitzgenerator einem Impuls erhält und dadurch "blitzartig" aufleuchtet. Die Farbtemperatur dieses Lichtes entspricht mittlerem Tageslicht, und bleibt über die gesamte Einsatzdauer relativ konstant. 

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Vademecum: Berufsbild Fotografie 

Mittelformatkamera mit Filmmagazin und Objektiv

1) Grundelemente 

A) Technik 

Fototechnik 
Kameratechnik 
Lichttechnik 

B) Produktion 

Planung | Koordination | Realisierung 
Fotostudio 
Location 

C) Gestaltung 

Entwurf 
Set | Aufbau | Inszenierung 
Lichtführung 
Nachbearbeitung 

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2) Ergänzungselemente 

Typografie | Schriftgestaltung 

Grafik | Layout 

Textinhalte |  Recherche 

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3) Einsatzbereiche 

Medien 
Fachzeitschriften 
Broschüren 
Kataloge 

Marketing 
Vertrieb 
Distribution 
Service 

Werbung 
Product-Placement 
Events 
Messeauftritte 

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4) Ausbildung 

A) Betriebslehre 

Praktika 
Betriebliche Ausbildung 
Meisterlehrgang 

B) Gewerbeschulen 

Gestaltung 
Technische Realisierung 
Betriebswirtschaftslehre 
Ergänzungsfächer 

C) Hochschulen 

Design 
Fotografie 
Grafik 
Typografie 

Werkgestaltung 
Drucktechnik 
Präsentation 
Marketing 
Kunstgeschichte 

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5) Praxis 

Im Bereich professioneller Fotografie gibt es einige Spezialbereiche: 

Produktfotografie 

Industrie 

Werbefotografie 

Portrait  

Modefotografie 

Automobile / Fahrzeuge 

Katalogfotografie 

Fotoreportage